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Was auf ein Regaletikett gehört: Grundpreis, Rabatt und Maße

Die türkische Preisauszeichnungsverordnung verlangt fünf Angaben, und eine fehlt fast immer: der Grundpreis. Auch was der alte Preis bei einem Rabatt bedeutet, steht in der Verordnung. Maße, Rechnung, Druckeinstellung.

Regaletiketten zu drucken sieht von außen wie Gestaltungsarbeit aus. Ist es nicht. Das meiste, was aufs Etikett gehört, ist durch Verordnung festgelegt — und die Angabe, die am häufigsten übersprungen wird, ist die am klarsten geschriebene: der Grundpreis.

Das Folgende stammt aus der türkischen Preisauszeichnungsverordnung. Ich nenne die Artikelnummern, damit Sie selbst nachsehen können — Branchenblogs schreiben einander ab und manche sind veraltet.

Die fünf Pflichtangaben

Artikel 5/2 zählt sie auf:

  • Herstellungsort der Ware
  • Unterscheidendes Merkmal der Ware — praktisch der Produktname und was ihn

vom nächsten trennt

  • Verkaufspreis inklusive aller Steuern — also mit Mehrwertsteuer
  • Grundpreis
  • Das Datum, ab dem Verkaufspreis und Grundpreis gelten

Für in der Türkei hergestellte Waren ist zusätzlich das vom Ministerium bestimmte Zeichen verlangt. Trägt die Verpackung ein Rückgabepfand, wird es gesondert vom Verkaufspreis ausgewiesen.

Bei offen verkaufter Ware gilt es als ausreichend, statt des Verkaufspreises nur den Grundpreis anzugeben.

Der Grundpreis — einfache Rechnung, leicht übersprungen

Der Grundpreis ist der Verkaufspreis geteilt durch die Nettomenge. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Rechnung, sondern in der Beständigkeit: auf handgeschriebenen Etiketten fehlt diese Zahl entweder oder ist falsch.

Kosten 500 Gramm Weißkäse 180 ₺:

180 ÷ 0,5 kg = 360,00 ₺/kg

Kosten 100 Gramm türkischer Kaffee 45 ₺:

45 ÷ 0,1 kg = 450,00 ₺/kg

Die Angabe je Gramm ist technisch nicht falsch, aber 0,045 ₺/g sagt niemandem etwas. Damit ein Kunde vergleichen kann, braucht es den Preis je Kilo oder Liter — genau dafür ist der Grundpreis überhaupt da.

Eine falsche Zeile macht das ganze Etikett falsch. Das bei hundert Produkten von Hand zu machen, ist der teuerste Weg, einen Fehler zu machen.

Rabatt — der alte Preis ist definiert

Hier geht am meisten schief. Artikel 11 sagt zwei Dinge.

Erstens wird der rabattierte Preis zusammen mit dem Preis vor dem Rabatt und lesbar gezeigt. Nur den neuen Preis zu drucken und „Aktion“ danebenzuschreiben, erfüllt die Verordnung nicht.

Zweitens ist der Preis vor dem Rabatt nicht beliebig: der niedrigste Preis, der in den zehn Tagen vor dem Rabatt angewandt wurde. Bei verderblicher Ware gilt der unmittelbar vorherige Preis.

Diese Definition schließt das Spiel „erst erhöhen, dann rabattieren“. Die praktische Folge: die Zahl, die Sie als alten Preis eintragen, muss aus Ihren Aufzeichnungen kommen, nicht aus dem Gedächtnis.

Maße und Druck

Für die Schriftgröße gibt es keine Zahl. Artikel 9 sagt „lesbar, ordentlich, vollständig, wahrheitsgemäß, ausreichend groß“; das Maß für ausreichend ist, ob es am Regal lesbar ist.

Gängige A4-Etikettenbogen-Maße:

  • 70×37 mm — Anordnung 3×8, 24 Etiketten je Bogen
  • 105×37 mm — Anordnung 2×8, 16 Etiketten
  • 52,5×29,7 mm — Anordnung 4×10, 40 Etiketten
  • 105×74 mm — Anordnung 2×4, 8 Etiketten

Nehmen Sie das Maß, das auf der Packung steht. Beim Druck gibt es eine entscheidende Einstellung: Skalierung auf 100 % (in manchen Browsern „tatsächliche Größe“). Browser verkleinern die Seite standardmäßig, damit sie passt, und sobald sich der Maßstab ändert, verschieben sich die Millimeterangaben und die Etiketten passen nicht mehr auf den Bogen.

Regaletikett und Produktetikett sind nicht dasselbe

Beides wird verwechselt, sind aber verschiedene Aufgaben:

  • Das Regaletikett richtet sich an den Kunden. Der Preis ist Pflicht, es

braucht große Schrift, und der Grundpreis samt der obigen Angaben muss darauf stehen.

  • Das Barcode-Etikett am Produkt richtet sich an die Kasse. Der Preis ist

freiwillig — ändern sich Preise oft, ist es praktischer, ihn wegzulassen, denn die Kasse liest ohnehin den Barcode.

Sie werden auf dasselbe Papier gedruckt, ihre Inhalte sind getrennt. Deshalb gibt es zwei Werkzeuge.

Um die Rechnung zu machen

Genau dafür haben wir das Regal- und Preisetiketten-Werkzeug geschrieben. Sie fügen die Produktliste ein; es rechnet den Grundpreis selbst und wandelt Gramm und Milliliter in Kilo und Liter um. Tragen Sie in die Spalte für den alten Preis eine Zahl ein, erscheint sie durchgestrichen mit dem Rabatt in Prozent.

Ist ein Pflichtfeld leer, sagt es Ihnen, bei welchem Produkt was fehlt — es blockiert den Druck nicht, denn ein Druckverbot bei fehlenden Angaben würde den Betrieb festsetzen; aber Sie sehen es vor dem Drucken.

Eine lange Liste können Sie als CSV herunterladen und dieselbe Datei später wieder laden. Tausend Produkte müssen nicht neu eingetippt werden. Excel öffnet die Datei mit einem Doppelklick.

Wenn Sie Barcode-Etiketten drucken, ist der Barcode-Generator ein eigenes Werkzeug: er rechnet die EAN-13-Prüfziffer und bietet Code 128 für Codes mit Buchstaben.

Beide sind kostenlos, verlangen keine Anmeldung, und die eingegebenen Daten verlassen Ihren Browser nicht — es wird nichts an einen Server gesendet.

Quelle

Türkische Preisauszeichnungsverordnung, Artikel 5, 9 und 11. Ändert sich der Verordnungstext, können die hier genannten Artikelnummern veralten; prüfen Sie vor einer Produktentscheidung den aktuellen Text. Dies ist keine Rechtsberatung.

Sık sorulanlar

Welche Angaben müssen auf dem Etikett stehen?
Nach Artikel 5/2 der Preisauszeichnungsverordnung: Herstellungsort, unterscheidendes Merkmal der Ware, Verkaufspreis inklusive aller Steuern, Grundpreis und das Datum, ab dem der Verkaufspreis gilt. Für in der Türkei hergestellte Waren ist zusätzlich das vom Ministerium bestimmte Zeichen verlangt; ein Verpackungspfand wird gesondert ausgewiesen.
Welchen Betrag trage ich beim Rabatt als alten Preis ein?
Artikel 11 definiert den Preis vor dem Rabatt als den niedrigsten Preis der zehn Tage vor dem Rabatt. Bei verderblicher Ware gilt der unmittelbar vorherige Preis. Nur den neuen Preis zu drucken genügt nicht: der alte muss daneben und lesbar stehen.
In welcher Einheit gehört der Grundpreis angegeben?
Die Verordnung verlangt die Nettomenge in der zur Ware passenden Einheit — Stück, Länge, Gewicht, Fläche oder Volumen. In der Praxis sind das Kilogramm, Liter, Meter und Stück. Den Grundpreis eines 500-g-Produkts je Gramm anzugeben ist technisch nicht falsch, liest aber niemand; der Kilopreis ist der vergleichbare.
Gibt es eine Mindestschriftgröße für Etiketten?
Eine Zahl gibt es nicht. Artikel 9 verlangt, dass Ziffern und Buchstaben lesbar, ordentlich, vollständig, wahrheitsgemäß und ausreichend groß sind. Das Maß für ausreichend ist, ob es am Regal gelesen werden kann.
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